Unser Hospiz-Team

Wir sind im Ricam Hospiz ein Team von Menschen, die sich passioniert, empathisch und engagiert für sterbenskranke Menschen und deren Angehörige einsetzen. Unsere Arbeit ist darauf ausgerichtet, körperliche und seelische Belastungen zu lindern und ein Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

1998 öffnete das Ricam Hospiz als erstes vollstationäres Hospiz in Berlin seine Türen. Auch damals unterstützten viele Menschen den Aufbau des Hospizes. Mit der Aktion “Ein Augenblick Leben” möchten wir Sie gewinnen, den Aufbau des ersten Tages-Hospizes für Erwachsene zu unterstützen. Damit Menschen zu Hause leben können – bis zuletzt.

Die Unterstützer unserer Aktion

Die Aktion "Ein Augenblick Leben" wird unter anderem von Schauspielern wie Jörg Schüttauf, Dana Golombek und Hansi Jochmann unterstützt. Hier möchten wir Ihnen allen danken!

Jörg Schüttauf

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Im deutschen Film und Fernsehen ist Jörg Schüttauf eine feste Größe. Viele kennen ihn noch als Tatortkommisar »Fritz Dellwo« des Teams Frankfurt. oder als Ermittler »Thomas Becker« in »Der Fahnder«. Spielfilme wie „Berlin is in Germany“ (Publikumsliebling der Berlinale, 2001) oder „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (2015) machten ihn auch im Kino bekannt. Er gewann zahlreiche Preise, mehrfach den Grimme-Preis, den Deutschen Fernsehpreis u.a. Mit seiner Rolle als Hospiz- Patient im Kurzfilm »Ein Augenblick Leben« unterstützt er den Aufbau des Tageshospizes in Berlin-Rudow.

Dana Golombek

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Dana Golombek spielte in etlichen deutschen Fernsehfilmen und Serien. Ihre Karriere begann sie als Model. 1991 wurde sie Miss Brandenburg. 1992 hatte sie ihre erste internationale Filmrolle, an der Seite von Anthony Hopkins und Isabella Rossellini, in John Schlesingers »… und der- Himmel steht still«. Die DEA-Kampagne und die Comedy-Serie »Die Camper« machten sie zum Publikumsliebling. Dana Golombek unterstützte das Ricam Hospiz bereits mehrfach: »Ich finde es wichtig, dass es mit dem Ricam Hospiz einen Ort gibt, an dem die Angst gemindert wird, über jene Brücke zu gehen, über die wir alle einmal gehen müssen.«

Hansi Jochmann

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Hansi Jochmann ist Schauspielerin und Synchronsprecherin. Einem breiten Fernsehpublikum ist sie als Darstellerin der „Roßhauptnerin“ in der Fernsehserie »Pfarrer Braun« bekannt. Wer kennt nicht die deutsche Stimme von Jodie Foster, die sie seit dem Film Taxi Driver synchronisiert. Außerdem ist sie als Sprecherin für Dokumentationen sehr erfolgreich. Man hört sie auf fast allen Fernsehkänälen. Ebenso wurden mit ihr zahlreiche Hörspiele produziert. Seit dem letzten Jahr unterstützt sie das Ricam Hospiz. So las sie die Geschichten von Menschen im Hospiz im Rahmen des Benefizprojekts: »…Und die Welt steht still.«

Das Team im Video

Viktoria

Ich bin relativ neu im Team des Ricam Hospiz und noch im Prozess des „Ankommens“. Soviel kann ich aber sagen, ich wurde mit offenen Armen aufgenommen, und ich fühle mich von Anfang an wirklich willkommen und erst einmal so angenommen wie ich bin. Die offene und aufgeschlossene Art der Kollegen machte mir den Start in dieses neue, große Aufgabenfeld leicht, und ich komme zu jedem Dienst ohne Bauchschmerzen. Dementsprechend spielt das Team natürlich eine wichtige Rolle. Im Ricam Hospiz treffen wirklich viele unterschiedliche Charaktere aufeinander, und jeder trägt auf seine individuelle Art etwas zum Bestehen des Teams bei. Jeder gibt von sich etwas Persönliches hinein und von allen Stärken kann jeder, ob Patient, Schüler, Angehöriger oder Kollege, profitieren. Das macht die Arbeit so angenehm und kraftspendend, da nicht nur nach Schwächen und Fehlern gesucht wird, wie ich es leider auch kennengelernt habe. Diese Kraft benötigt man für die tägliche Arbeit, für die Patienten und für sich selbst, um sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren. Und um auch am nächsten Tag ohne Bauchschmerzen im Fahrstuhl auf die „5“ [Anm. Das Ricam Hospiz liegt in einer Dachetage im 5. Stock] drücken zu können. Der tägliche und natürliche Umgang mit dem Sterben und somit auch mit dem Leben wird durch das Team und den kollegialen Austausch und die Rituale nicht zum Alltag, sondern immer wieder individuell betrachtet und erfahren. Der Tod ist ein Teil des Lebens, und ich bin dankbar und glücklich durch die Arbeit hier im Hospiz mit diesem „Tabuthema“ schon so früh und teilweise so intim in Berührung zu kommen und daran für mich spirituell und persönlich wachsen zu können.

Philipp

Während einer Unterhaltung bei einem Essen oder auf einer Party, stellt sich recht schnell die Frage, womit man eigentlich seinen Lebensunterhalt bestreitet. Wenn ich gefragt werde und die Antwort gebe, dass ich Sterbende und deren Zugehörige begleite, nimmt das Gespräch meist einen mir mittlerweile vertrauten Verlauf. Zunächst wird mir nahezu reflexhaft ein großer Respekt bekundet, gefolgt von der Feststellung, für sich selber könne man sich eine solche Berufswahl nicht vorstellen. Zu sehr gehe einem das Leid der Menschen nahe und zu traurig seien wohl die Schicksale, denen man begegne. Doch sei es gut und bewundernswert, dass es Menschen wie mich gäbe, die wohl für diese Tätigkeit geboren sein müssten. Ob letzteres so ist, kann ich nicht beantworten. Auch bedarf es für mich keiner Bewunderung. Menschen sterben und jeder, der sich in unserem Berufsfeld betätigt, versucht seinen Teil dazu beizutragen, Trauer, Verlust und Leid erträglicher zu machen. Dabei sind die Motive so unterschiedlich wie die Personen, die diesen nachgehen. Ist dies eine schwere Aufgabe? Nein. Zwar sind wir häufig mit Situationen konfrontiert, die uns auf vielfältige Weise herausfordern. Wir stehen im Spannungsfeld unserer Entscheidungen. Nicht immer gibt es für uns eine befriedigende Lösung und oft kein richtig oder falsch. Ist die Therapie für den Patienten sinnvoll? Wird sie von ihm angenommen? Was erwarten die Angehörigen? Sind wir im Team unterschiedlicher Ansicht die Therapie betreffend? Entscheidungen dürfen wir nicht leichtfertig treffen; zu existentiell ist die Lebenssituation derer, die unserem Urteil und unserer Pflege vertrauen. Auch müssen wir für uns Sorge tragen, mental und physisch ausgeglichen und belastbar zu sein. Dies alles trifft aber auch auf andere Berufsgruppen innerhalb der Krankenpflege zu. Doch arbeiten sie zunehmend unter schwierigeren Bedingungen. In einer häufig profitorientiert ausgerichteten Organisation der Pflege ist es nicht immer möglich, Menschen in ihrer schwierigen Lebensphase so beizustehen, dass quälende Symptome gelindert und psychosozialer Beistand geleistet werden können. Dem Gefühl, mein bestmöglichstes nicht geben und unter dem kalten Druck finanzieller Effizienz gerade noch so die Mindeststandards erfüllen zu können, bin ich in meiner Arbeit im Hospiz nicht ausgesetzt. Wäre dem so, würde mich das zu sehr belasten und mir die Freude an meiner Arbeit nehmen. Daher habe ich mich für diesen beruflichen Weg entschieden. Die Zeit im Hospiz wird von nicht wenigen Betroffenen als ein wichtiger und intensiver Lebensabschnitt beschrieben. Wenn Ängste und krankheitsbedingte Symptome wie Schmerz oder Übelkeit gelindert werden können, kann sich auch die subjektive Lebensqualität des Patienten verbessern. Somit ist dieser letzte Lebensabschnitt nicht ausschließlich von Verlust und Trauer dominiert. Ich begegne Menschen, die in ihrem Sein sehr pur erscheinen, ihre Masken abgelegt haben. Durch den offenen und ehrlichen Umgang mit dem Sterben stehe ich mit Persönlichkeiten im Austausch, deren Lebenswirklichkeit eine andere ist als meine. Ich lerne viel aus diesen Begegnungen und mehr als ich hier nennen könnte. Es bereichert mein Dasein und auch im Kreißsaal könnte ich mich nicht dichter am Puls des Lebens fühlen als hier. Die tägliche Konfrontation mit der Vergänglichkeit ist mir keine Last. Sie ist ein Geschenk. Und so stehe ich, wie in den Tischgesprächen oben beschrieben, bald im Austausch über persönliche Lebenserfahrungen, Ängste oder sehr aktuelle Fragen, die die Welt bewegen. Und irgendwann sage ich dann etwas über die Musik, das Essen oder den Wein.

Wir danken allen Beteiligten für die

Mitwirkung am Youtube-Video der Aktion

»Ein Augenblick Leben«

Schauspieler

Jörg Schüttauf

Dana Golombek

Sprecherin (Voice-Over-Claim)

Hansi Jochmann

Hospizteam-«Darsteller«

Viktoria Behrendt

Philipp Freund

Gerlinde Scholdei

Sven Hiddessen

Patienten-Darstellerinnen

Hanna Siebecke

Dorothea Ihme

Horst Rademacher

Martin Büssow

Anita Zeretzke

Kristina Benning

Constanze Beeken

Crew

Regie: Emanuele Lami

Kamera: Sirio Magnabosco

Maske: Daniela Blaschke

Ton: Tonstudio livelive (www.livelive.de)

Farbkorrektur: Petra Gescher, herzlichen Dank ans

Team von Studio Mitte (www.studio-mitte.de)

Musik: Yuval Halpern

Regieassistentin: Karin Kunzo

Tonrecording: Paul Burn

Helfer am Set: Christine Hoffmann, Ulrike Ehlert

Inspiration und Ermutigung zur Social-Media-Kampagne

»Nachtschicht«-Team »Ricam« www.nachtschicht-berlin.de

(Julian Koschwitz, Antje Gerwien, Friedemann Ehrke, Enes

Baskaya, Friedemann Ehrke, Janosch Asen, Imke Trostbach,

Florian Hinze) Danke an UPJ für die »Nachtschicht«

Mit freundlicher Unterstützung

Grün Berlin GmbH – Britzer Garten,

Schloss Britz – (www.schlossbritz.de)

Thürnagel Optik – (www.thuernagel-hoergeraete-optik.de)

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